Ansprüche verjähren nicht automatisch ungesehen: Wenn du die Verjährung übersiehst, können deine Forderungen rechtlich durchsetzungsunfähig werden. Verstehe deshalb die Fristen, den Verjährungsbeginn und die Möglichkeiten zur Unterbrechung oder Hemmung.
Prüfe als Erstes die Anspruchsgrundlage und die maßgebliche Verjährungsfrist (z. B. regelmäßig 3 Jahre für vertragliche Forderungen). Berechne den Beginn der Frist (häufig das Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist) und das konkrete Ablaufdatum.
Handele rechtzeitig: Versende eine formelle Mahnung mit Fristsetzung und dokumentiere alles. Eine Mahnung kann Zahlungsdruck erzeugen und ist Beleg für spätere Schritte. Ein schriftliches Anerkenntnis des Schuldners oder eine gerichtliche Klage führt zur Unterbrechung der Verjährung.
Nutze Verjährungshemmungen: Schriftliche Verhandlungen oder ein laufendes Gerichts- oder Vollstreckungsverfahren hemmen die Frist. Beachte aber, dass nicht jede Kontaktaufnahme automatisch hemmt – sichere Schriftform und Nachweise.
Sichere Beweise: Bewahre Verträge, Zahlungsbelege, E‑Mails und Protokolle auf. Dokumentation stärkt deine Position bei Anerkenntnis, Verhandlungen oder Klage. Ziehe bei Unsicherheit frühzeitig Rechtsberatung hinzu, damit du die richtige Strategie zur Durchsetzung wählst.
Praktische Checkliste: 1) Frist prüfen, 2) Beginn berechnen, 3) Mahnung senden, 4) Beweise sichern, 5) Anerkenntnis oder Klage zur Unterbrechung erwägen, 6) bei komplexen Fällen Anwalt konsultieren. So verhinderst du, dass deine Ansprüche wertlos werden.